Archiv der Kategorie 'Neuseeland'

Samstag, 1. Dezember 2007
Ich fliege morgen um 17:00 von Auckland nach Bangkok.
Urspruenglich wollte ich am 9.12. NZ verlassen, habe diesen Flug aber vorverlegt, weil ich etwas mehr Zeit in Thailand haben will.
Es faellt mir schon ein bisschen schwer NZ hinter mich zu lassen. Ich hatte eine sehr schoene Zeit hier und habe viele schoene Ecken gesehen und eine Menge nette Leute getroffen.
Ich freu mich aber auch schon auf Thailand, auch wenn der Laos-Tripp mit den Jungs aus Bangkok nun leider doch nicht klappt.
Ich werde in Thailand kein Handy mehr haben, daher ist die Handyseite auch weg.
Ich hab schon ne Idee was ich in Thailand mache (siehe Wo ist Gerli gerade).
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Nachdem ich in sechs Wochen Campervan beide bezaubende Inseln gesehen habe, wollte ich noch einmal die Gelegenheit nutzen und eine neuseelaendische Familie kennenlernen.
Hier in NZ gibt es die Moeglichkeit auf Farmen fuer Unterkunft und Verpflegung zu arbeiten (WWOOFEN). Ich habe zufaellig einige Adressen und Telefonnummern erhalten und zwei Farmen angerufen, die zweite Famile hat mich eingeladen zu kommen. Ihre Farm ist ca. 50km noerdlich von Gisborne und ich bin am Montag, de, 19.11. mit einem Kleinbus zur Farm gekommen.
Auf der Farm wohnen Allan and June Hall, sie sind ueber 70 und betreiben die Farm schon seit ueber 50 Jahren. Ihre Farm ist immernoch riesig (ca. 350ha) und war frueher noch gewaltiger. Sie haben hauptsaechlich Kuehe, die sie nicht melken, sondern als Schlachtvieh halten.
Ich habe die elf Tage mit den beiden zusammen gewohnt und mit Allan auf der Farm, am Farmhaus und am wunderschoenen Strandhaus gearbeitet.
Unser Tag fing immer um 6:30 mit Fruehstueck an und war dann durch ganz unterschiedliche Arbeiten gefuellt.
Ich habe am ersten Tag gleich ein Schaf mitgeschlachtet, habe Zaeune repariert, 1m hohes Unkraut bekaempft, habe Kuehe zusammen getrieben und ueber den Highway (d.h. den HW entlang auf der Strasse) zum Farmghaus gefuehrt, habe Kaelber markiert (Ohrringe), habe Wasserleitungen zu Vietraenken repariert und teilweise neuverlegt, habe die Wasserleitungen am Farmhaus, die unterdem Farmhaus verlaufen erneuert, habe am Strandhaus eine Hollywoodschaukel, ein Buegeleisen, einen Hocker in der outdoor Dusche und zwei Zimmerwaende gestrichen.
Das tolle war, dass ich die Arbeiten meistens mit Allan zusammen verrichtet habe, so war ich wirklich voll intekriert und nicht nur billige Arbeitskraft.
June habe ich zwei Tage Computerunterricht gegeben. Und zwischen durch habe ich noch mit Fabian, einem anderen Woofer, der die letzten 3 Tage auch auf der Farm war nit den Bodyboards auf den 2m hohen Wellen gespielt.
Es war eine sehr geile Erfahrung und genau, dass was ich mir erhofft hatte. Naemlich die Gelegenheit eine Familie die hier lebt und arbeitet kennenzulernen.
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Mittwoch, 21. November 2007
Hallo ich bin auf der Farm gut angekommen und es geht mir gut.
Arbeite so 4 Stunden (Beim Schaf schlachten helfen, Gatter reparieren, Zaun reparieren, Internetseite ueberpruefen).
Ansonsten haeng ich mit Allan (ca. 75 Jahre) ab.

Checkt mal die lustige Webseite, die sie haben (wegen B&B):

http://www.anaurabeachstay.com

In so 10 Tagen kommt ein ausfuerlicher Bericht und die Fotos!
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Samstag, 17. November 2007
Servus,
heute habe ich mein letzten Naturausflug in Neuseeland (dem schoensten land, das ich bisher gesehen habe) gemacht.
Ich bin das Tangariro Crossing gelaufen. Das ist die "bekannte" siebenstuendige Teilstrecke des Northern Circuit. Und nun in Worten, die man auch ausserhalb von NZ versteht.
Ich bin in einem Nationalpark, der drei Vulkanos beinhaltet gelaufen. Der bekannsteste der drei: Mt. Doom (das ist zumindest sein inofiezieller Name, seit dem LOTR Film).
Ich wollte diesen Walk eigentlich schon vor 6 Wochen machen, als wir mit dem Camper hier waren. Damals war das Wetter aber richtig schlecht. Und heute war es super. Wir wurden um 5.30 von einem Bus abgeholt und um 7 am Startpunkt rausgeworfen. ich bin mit einem 28 jaehrigen Israeli, mit dem ich hier in Taupo rumhaenge, gelaufen. Der Track ist teilweise relativ steil, ist teilweise auf ueber 1700m und eben in AKTIVER Vulkanlandschaft. Ueberall kommt Dampf aus irgendwelchen Loeschern.
Die ersten 2 Stunden war es so klar, dass wir einen anderen Vulkan, der ueber 250km entfernt (an der Westkueste) ist sehen konnten.
Es war einfach echt schoene Umgebung.
Leider ist es relativ touristisch. Heute sind schaetzungsweise 200 Menschen diese 18km gelatscht.
Ich bin aber super froh, dass ich es gemacht habe!!!

Morgen fahre ich mit dem Bus nach Gisborne und am Montag von dort zur farm (40km entfernt). Auf der farm werde ich dann bis zum Freitag, den 30.11. arbeiten.
Ich weiss noch nicht, ob ich dort Internetzugang habe. Auch Handyempfang koennte eng werden ;)
Wir werden sehen...
Am 30.11. werde ich dann wieder nach Gisborne fahren und am 1.12. nach Auckland und am 2.12. fliege ich dann abends nach Thailand (Bangkok).

Auch dort steht schon ein Programm fuer die ersten Tage:
- am 3.12. lande ich in Bangkok um 1:50.
- am 3.12. werde ich mit Jo, das ist ein deutscher Freund von Wagih und Hussein, die wiederum gute Freunde von einem meiner besten Freunde Samuel sind, mit einem Freund von ihm (Marko) im Bus nach Laos fahren. Dort treffen wie Wagih, Hussein und noch ein paar andere Leute, die in Bangkok studieren und werden 2 Tage in einem geilen Resort (http://www.gibbonx.org) verbringen. Danach gehts wieder nach Bangkok. Visa ist nach der Erfahrung der jungs in Thailand kein Problem, also klappt das alles.
Ich gehe davon aus, dass das dermassen kompliziert klingt, dass ihr es mindestens drei Mal lesen muesst, um es zu verstehen, aber so ungefaehr ist es auch fuer mich. Alles zufaellig so gekommen. Oder eben weil die jungs in Bangkok einfach echt cool sind.
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Montag, 12. November 2007
Plaene geaendert.

Ich werde meine restliche Zeit in Neuseeland nun nicht auf der Insel (Great Barrier Island), sondern auf einer Farm verbringen.
Der Grund fuer diese Planaenderung ist erstens, dass Great Barrier Island eine sehr schoene Insel sein soll, aber schoene Inseln sehe ich (hoffentlich) in Thailand auch. Zweitens habe ich von NZ verdammt viel gesehen, aber bis auf meine zwei Dart-Abende letzte Woche kaum laengeren Kontakt zu Einheimischen gehabt. Die elf Tage die ich auf der Farm arbeiten werde, werde ich mit der Familie (Ehepaar, das mit ihrem Sohn und dessen Tochter zusammen wohnt) zusammen leben.
Die Farm ist 200ha gross und liegt 40km entfernt von Gisborne (Ostkueste der Nordinsel). Ich werde dort von Montag, den 18/11 bis Freitag, den 30/11 arbeiten. Ich werde vor allem mit Instandhaltungen am Haus beschaeftigt sein, d.h. streichen und so.

So jetzt aber erstmal Bericht ueber Christchurch.
Ich bin nun schon ueber 10 Tage in meiner Lieblingsstadt (in NZ) und fuehl mich immernoch sehr wohl. Hab viel gechillt und mit Leuten geschwaetzt (auch nach Deutschland telefoniert), die zwei Straende in der Naehe abgecheckt, war zwei Mal in einem Dartclub und hab am Samstag 12 Stunden auf einem Musikfestival (southernamp) verbracht. Morgen gehe ich auf ein grosses Pferderennen und am Mittwoch fliege ich dann nach Wellington.
Die Dartabende waren vielleicht bis auf das Festival die Highlights. In Deutschland habe ich nie gerne Dart gespielt, aber nachdem mir ein sehr sympathischer Schotte (John) gesagt hat, dass er in Christchurch in einem Dartclub ist und dort jeden Donnerstag i\mit ca. 10 Kiwis spielt, hab ich beschlossen mit zu gehen. AM Donnerstag hab ich nur zu geguckt und war erstaunt wie genau man mit so einem Pfeil zielen (und treffen kann). Am Freitag sind wir wieder hin und ich hab einfach mitgespielt. Hab zwar kein Spiel, aber immerhin 3 Saetze gewonnen. Und wer sich mit Dart ein bisschen auskennt, der kann eventuell meine Freude nachvollziehen, wenn man bei "double out" einen Satz gewinnt.
Diese Abende waren auf jeden Fall einzigartig und haben mich auch dazu ermutigt nochmal auf einer Farm zu arbeiten, um eben nicht nur andere Europaeer und Amis sondern auch mal Kiwis besser kennenzulernen.
Das Musikfestival war wicked! In NZ gibt es echt ne Menge gute Bands und ich hab jetzt viele neue Inspirationen...

Ansonsten war vor allem chillen, kochen, TV gucken und lesen angesagt.

Ich werd Freitag oder Samstag das Tangoriro Crossing (bei Taupo - mitte der Nordinsel) laufen und dann mit einem Bus zur Farm fahren.

Bei der Familie Hall werde ich vermutlich die Moeglichkeit haben Internet und Telefon zu benutzen und mein Handy hab ich weiterhin.

Mein Flug nach Thailand ist jetzt DEFINITIV am 2/12/07 um 5pm.

CU,
Gerli
Sonntag, 4. November 2007
Der Plan bis Anfang Dezember steht.
Ich habe gerade einen Flug von Christchurch nach Wellington und eine Busfahrt von Wellington nach Taupo gebucht (und bezahlt).
Ich werde am 14/11/07 um 12:00 pm (das ist mittag) von Christchurch losfliegen, um 12:45 in Wellington landen und um 7:50 pm dann mit dem Bus nach Taupo fahren, wo ich am 15/11/07 um 1:50 am ankommen soll.

Ich werde bis zum 14/11/07 in Christchurch bleiben. Gefaellt mir hier echt gut!

In Taupo werde ich einen 1-Tages Walk (Tangoriro Crossing) machen und dann nach Auckland fahren. In Auckland werd ich aber nicht lange bleiben, sondern relativ bald auf eine Insel vor Auckland (Great Barrier Island) fahren und dort ca. 10 Tage verbringen.

Morgen werde ich zu Emirates gehen und meinen Flug von Auckland nach Bangkok umbuchen. Vom 9/12/07 auf ca. 1/12/07, dann hab ich ein bischen mehr Zeit fuer Thailand.

Ich weiss nicht wie ihr das findet, aber ich bin hochzufrieden mit dieser Ueberlegung und Entscheidung.

Gruesse,
Gerli
Freitag, 2. November 2007
Bericht vom 27/10/07 bis 1/11/07

Am Samstag (27/10/07) haben wir bis 11:00 gepennt und sind dann in das kleine Oertchen Aoraki gefahren. Dieser Ort ist naemlich das letzte Dorf vor dem Nationalpark Mt. Cook (groesster Berg in NZ). Wir haben erstmal das i-Center abgecheckt (Toi's) und sind dann zu dem Parkplatz gefahren von dem aus ein 3h return Walk in ein Tal richtung Mt Cook fuehrt. Es war relativ bewoelkt aber es hat nicht geregnet und war sogar angenehm warm. Wir sind ueber grosse Moraenenberge (die Gesteinhuegel, die Gletscher vor sich herschieben), Haengebruecken und Steine gelaufen. Nachdem wir schon bei bewoelktem Wetter das Tal vol farbenfroh (gelbes Gras mit roten Bluhten, schwarze Geroellhaufen und dunkelweisses Eis) fanden ist der Himmel aufgerissen und wir hatten das ganze auch nch bei strahlenden Sonnenschein! Echt geil. Wir haben also sozusagen alle Bilder doppelt...
Nach diesem Walk sind wir die selbe Strecke wieder zurueck gefahren (der Nachteil eines Tals, das in die hoechsten Berge fuehrt. Und haben dann nach 5 Stunden Sonnenschein uns ein neuen Rastplatz fuer die Nacht gesucht.
Am Sonntag sind wir Arthur's Pass gefahren. Dieser Pass ist die schnellste Verbindung von Christchurch (Ostkueste) zur Westkueste und auf diesem Weg kann man wohl am schnellsten sehen, welchen Einfluss der dauernde Westwind in Kombination mit den Alpen (50 gipfel ueber 3000m) auf die Vegetation in Neuseeland hat. An der Westkueste ist es gruen, viel Weideland. Je naeher man an die Alpen kommt (von Osten) desto trockener wird es, es gibt kaum Baeume (wegen trocken und NICHT wegen Hoehe), kaum Kuehe und Schafe. Die Sonne scheint in der Regel und es ist warm. Wenn man aber den Pass erreicht, dann faehrt man in ein Wolkenmeer. Und man ist umzingelt von Regenwald, der sich bis zur Ostkueste erstreckt. Wir haben all dies also im dreistuendigen Schnelldurchlauf gesehen. Das war schon beeindruckend, aber vor allem waren wir froh, als wir wieder in der sonnigen Seite waren. Am Abend sind wir dann mal wieder in einem Campingplatz (Rangiora) eingekehrt, haben Waesche und uns selbst gewaschen und Digicam, Handy und Musikgeraete aufgeladen.
Am Montag (29/10/07) sind wir das letzte Stueck der Kueste auf der Suedinsel gefahren, das wir noch nicht gesehen haben. Noerdlich von Christchurch. Wir sind in eine kleine Stadt namens Kaikoura gefahren. Dieses Staedtchen ist fuer seine Sea mammals (Meeressaeugetiere) bekannt. Man kann hier Wal und Delphin Touren machen und auch Sealions und sogar Pinguine (auch wenn sie keine mammals sind) sehen. Wir sollten aber diese Stadt am besonderen Tag im Jahr erleben. Es war naemlich Pferderennen und das ganze Dorf war da. Es war eigentlich ein Pferdekutschenrennen, diese mini Anhaenger am Pferd - keine Ahnung wie man die nennt. Wir sind also wie alle Einheimischen bei strahlenden Sonnenschein und 25 Grad auf der Wiese in der rennbahn gesessen und haben Pferde beobachtet und noch viel mehr Menschen beobachtet, die Menschen beobachten, die Pferde beobachten. Das krasseste zu erst: es gab nur einen winzigen Bierstand und der war NICHT busy!!! Und alle tranken ununterbrochen Bier. That's BYO! Es gab riesige BBQ's, die aber auch von Hotels fuer ihre Gaeste oder gleich Privatleuten waren. Es war alles irgendwie nicht so kommerziell, ausser dem Komentator, der eigentlich mehr Sponsoren aufgezaehlt hat wie Rennen zu kommentieren. Es gab aeltere Damen in faeschen Kleidern und merkwuerdigen Hueten, ganz wie man es aus England kennt. Und wenn ich sagte, dass es kaum was zu kaufen gab, dann ist der Grund dafuer womoeglich, dass es einfach 100.000 Wettstaende gab n denen die Kiwis all ihr Geld lassen. Wir haben also uns drei 2400m Rennen angeschaut und sind nach drei Stunden dann weiter gelaufen. Wollten die Halbinsel die zwischen Pferderennbahn und Stadtzentrum liegt erkunden. Das erste Stueck konnte man am Strand laufen und irgendwie kam mir ein Spruch von einem Orthopaeden gleichen Schuhverkaeufer aus Freiburg in den Kopf: " sie sollten versuchen viel Barfuss zu laufen, vor allen an Straenden". Naja, ich habs getan. Bis zum bitteren Ende (300m) ich sollte vielleicht erwaehnen, dass es kein Sandn, sondern ein Kieselstrand war. Ich hatte am rechten Fuss 4 Blasen und am linken Fuss drei. Zwei Blasen waren ca. Daumen gross. Fragt mich nicht, wieso ich das nicht frueher gemerkt habe, oder wieso ich ueberhaupt Blasen bekommen konnte. Keine Ahnung aber sie waren da. Auf jeden Fall hat dies unseren Rueckweg leicht veraendert. Wir sind ine Abkuerzung ueber die Halbinsel und nicht wie geplant am Ufer entlang gelaufen. Als wir wieder am Camper waren sind wir ein kleines Stuck aus der Stadt raus gefahren und haben an einem rastplatz direkt hinter einer Duene geparkt. Dort konnten wir noch 2Std. in der Sonne am Strand liegen bevor die Sonne unter und wir in unseren camper gingen.
Am Dienstag sind wir dann wieder Richtung Sueden gefahren, aber nicht an der Kueste entlang, sondern einen kleinen Umweg, der uns nach Hanmer Springs fuehrte. Dieser kleine Ot ist einzig und allein wegen seinen natuerlichen Quellen bekannt. Sie haben an den Quellen ein relativ grosses Thermalbad (im freien) erichtet. Wir haben daher von 11:00 bis 17:00 nichts anderes gemacht als zwischen Sonnenbaden (25 Grad und keine Wolke) und warmes Wasser baden zu wechseln. War ein ueberaus entspannter Tag.
Am Mittwoch war unser letzter (ganzer) Tag im Camper. Wir sind Nach Christchurch, bzw. zur Banks Penunsila (direkt unterhalb von C.) gefahren. Das Wetter war immernoch super, so dass wir uns in Aokoro ein Eis gekauft haben und erst mal am Ufer gesessen haben. Danch sind wir auf einen der vielen hohen (900m) Huegel dier halbinsel gefahren und haben dort eine 3 Stuendige "relax in der Sonne bei geiler Aussicht"-Pause eingelegt. Danach sind wir in ein Campsite in dem Doerfchen Diamond harbour gefahren. Wir brauchten ja Strom, um den Camper sauber zu machen. Die letzte nacht war so gut wie die 41 davor. Wir haben eines meiner mittlerweile beruehmt beruechtigten (bei Hans und mir) Omlettes gegessen. Und dann nach unserem letzten Bierchen haben wir gepennt.
Am Donnerstag (1/11/07) haben wir dann unseren Camper sauber gemacht. Von innen und sogar von aussen. der war schon mechtig dreckig. Ich dachte unser Camper waere grau, aber er war (und ist es nun wieder) weiss. Nachdem wir dann auch versucht hatten an einer tankstelle unsere Gasflaschen auffuellen zu lassen haben wir unseren "beloved camper" abgegeben. Zum Glueck warteten keine Speed, Park oder sonstigen tickets auf uns und wir bekamen sogar noch Geld fuer den verlorenen Tankdeckel und das gekaufte Motorenoel zurueck. Somit hatten wir dann eine kostenlose Taxifahrt und die Ca,perreise hatte ein gutes Ende.
Hans und ich sind jetzt immernoch im selben Raum. Naemlich in einem super schoenen Backpacker im Herzen von Christchurch. Den ersten Nachmittag/Abend habe ich mit "durch die Stadtschlappen", Telefonkarte kaufen, TV gucken und Leute kennenlernen verbracht.
Heute (2/11/07) habe ich mal wieder (nach 4 Wochen) nach Hause telefoniert und Bilder hochgeladen.
Jetzt werde ich in den naechsten Supermarkt fahren und mich mit Lebensmitteln eindecken.
Dann werd ich mir ueberlegen, wie ich die naechsten 6 Wochen meiner Reise gestalte.
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Donnerstag, 1. November 2007
Bericht vom 21/10/07 bis zum 26/10/07

die tage 27/10/07 bis 1/11/07 kommen in den naechsten Tagen!

Am Sontag (21/10/07) morgen bin ich um 7:30 aufgetsanden, hab ne Dusche genossen und mir dann um 8:00 das Rugby-Finale zwischen Suedafrika und England angeschaut (15:9). Nach dem vergeblichen Unterstuetzen der Europaeer sind wir ins Informationscenter der kleinen Stadt Te Anau gefahren, weil dieses I-Center (und DoC) zustaendig ist fuer alle Wlaks in Fiordland und ich ueberlegte ja, ob ich den Milford Track im November laufen soll. Der Milford Track (bzw. die Huts sind von Nov bis Januar) ausgebucht. Also brauch ich mir darueber keine Gedanken mehr machen.
Anschliessend sind wir den ersten Teil des Southern Scenic Highway gefahren. In Invercargill haben wir einen Internet und Lebensmittel Stopp eingelegt, dann sind wir an der Kueste entlang gefahren und haben uns dort einen Parkplatz zum uebernachten gesucht. Es war verdammt windig und wir haben unseren geliebten Camper in den Windschatten einer relativ stabilen Wand gestellt.
Am Montag morgen sind wir den schoensten teil des Scenic HW (called Catlins) gefahren, wir haben oft angehalten, um kleinere Walks zu Wasserfaellen oder schoenen Buchten zu machen. Das Wetter war relativ gut, es hat nicht geregnet und das war schon mal ein riesen Schritt zur veregneten Westkueste! Uebernachtet haben wir dann an einen kleinen Campsite ca. 30km weg vom HW am Start eines Riverwalks, den ich am naechsten morgen gehen wollte.
Am Dienstag war das Wetter aber deutlich schlechter, es hat genieselt. Ich hab erst ein bisschen gewartet und bin dann trotzdem gelaufen. Der Weg war groesstenteils im Wald und daher trocken. Dafuer war er nicht wirklich schoen, einfach ein Weg im Wald. Nach 2.5h war ich wieder zurueck und wir hatten erstmal lunch, dann sind wir weiter gefahren und wollten tanken. Die Sturme in den beiden vergangenen Naechten hatte aber die meisten Orte der Region vom Stromnetz abgeschnitten, so dass die Petrolstation leider keine funktionierende Zapfsaeulen hatte. Zum Glueck hat unser Sprit noch bis zur naechsten Stadt gereicht. Dort haben wir ausser Diesel auffuellen noch in nem Cafe eine Hot Choclate getrunken und ein bisschen das Kleinstadtleben beobachtet. Danach wollten wir an eine kleine Bucht fahren wo man Pinguine auf ihrem Weg vom Meer (nach dem Fischen) zu ihren Nestern beobachten kann. Die Strasse zu dieser Bucht war aber (wegen Windschaeden) gesperrt. Wir sind daher weiter nach Dunedin gefahren. Eine groessere Stadt (die zweitgroesste der Suedinsel - 120.000) gefahren. Hier kann man auch Pinguine sehen heisst es. Wir haben hier mal wieder einen richtigen Campingplatz aufgesucht. Die Frau an der Reception sagte, dass wir die Pinguine an einem Strand an der Halbinsel von Dunedin sehen koennten. Es sei noch nicht zu spaet, also sind wir gleich los gefahren und haben dann nach halbstuendiger Suche auch den Parkplatz gefunden. Wir sind um ca. 18.45 dann einen steilen Sandweg hinunter zu den Duenen gelaufen. Die Duenen und der Strand waren wirklich wunderschoen und das Wetter war sonnig. An diesem Strand lagen ca. 15 Seelowen die dort sozusagen auf ihr Essen (die heimkehrenden Pinguine) warten. Seeloewen haben keine Angst vor Menschen, ausser diese versuchen sie aus drei Meter Entfernung (mit Blitz) zu fotographieren - wie zwei Tori-Foto-Jaeger 100m vor uns. Wir haben trotzdem noch viele Seeloewen relativ nah (10m) gesehen. Das war beeindruckend! Die Pinguine waren leider schon alle an ihren Nestern, die man nicht sehen kann, bzw. man soll dort nicht hinlaufen. Wir sind also nach ner halben Stunde dann wieder zurueck gelaufen. Es war relativ steil und fuer Hans war dieser Weg verdammt anstrenged, wir haben dann erstmal ne halbe Stunde im Camper gechillt bevor wir ins Campsite gefahren sind.
Am Mittwoch (24/10/07) vormittag sind wir in die Innenstadt von Dunedin gefahren und haben uns diese angeschaut. Dunedin ist die schoenste Stadt in Neuseeland, in der ich bisher war. Mag auch am sonnigen Wetter gelegen haben, aber mir hat die Stadt, die sogar ein paar richtige "Stein"Haeuser hat gut gefallen. Wir sind einfach durch die Innenstadt geschlabbt (Fussgaengerzonen gibt es ausserhalb Deutschlands ja nicht wirklich) und sind in einem Buchladen vor dem Lonely Planet Regal haengen geblieben. Das macht einen selbst wenn man gerade am Reisen ist richtig Lust durch die Welt zu reisen. Und wer das Cover vom Lonely Planet GERMANY nicht kennt. Wir koennen stolz sein, oder zumindest wuerde ich voll gerne nach Deutschland kommen bei dem Bild. Ein anderer Hit ist Alaska! Am nachmittag sind wir dann nochmal auf die Halbinsel gefahren, weil ich die Pinguine doch latschen sehen wollte. Wir haben also wieder am selben Parkplatz geparkt und ich bin diesmal alleine (Hans wollte nicht nochmal diesen steilen Weg hochlatschen muessen) an den Strand gelaufen. Es war windig, nein es stuermte! Nach 100m am Strand hab ich dann beschlossen, dass ich in diesem Wind, der mir tausende Nadelstiche verstetzte keine 2h auf die Pinguine warten kann. Ich hab also nur einen Seeloewen gesehen wie er versucht seinen Kopf in den Sand zu graben, um sich vom Sandsturm zu schuetzen. Ich haette mich beinahe neben ihn gesellt und es ihm gleich getan. Irgendwie war da ein gemeinsamer feind, der uns verbunden hat. Ich bin aber dann doch zu meinem Travel-Mate und unserem Camper zurueck gekehrt. Danach sind wir noch eine Nacht im Campsite geblieben und ich war erstaunt wieviel Sand man ueberall haben kann, selbst wenn man eine Winterjacke an hatte.

Am Donnerstag haben wir unseren Wassertank aufgefuellt und sind Lebenmittel einkaufen gefahren, anschliessend sind wir nach Norden in die Stadt Oamara gefahren. Oamara ist bekannt fuer seine zwei Pinguin Colonien. Nachdem wir uns im i-site ausgiebig Informationen geholt haben sind wir an den Strand gefahren, an dem man Yellow-eyed Pinguine auf ihrem Weg ans Ufer (und zu ihren Nestern) beobachten kann. An dem errichteten Shelter haben wir dann ein Maedel aus Freiburg und einen Jungen aus Loerrach (unabhaengig von einander) getroffen. Wir hatten eine lustige Wartezeit zu viert in der Sonne. Pinguine haben wir diesmal dann auch gesehen! Es ist wirklich lustig zu sehen wie so ein kleiner (Knie hoch) Vogel auf dem Bauch an Land kommt, um dann auf seinen kleinen Fuessen in winzigen Schritten den Strand hoch watschelt. Die Pings kamen einzeln so in 5 Minuten Abstand. Wir haben ca. 10 Stueck gesehen. Als wir dann gegangen sind haben wir wir an einem Aussichtspunkt zwei Pinguine 1m hinter der Absperrung (Absperrung ist fuer die Beobachter, damit sie nicht den Hang herunter fallen) geshen. Sie haben anscheinend ihr Nest in den Bueschen kurz vor den Ausichtspunkt und wolten bei dem sonnigen Wetter noch ein Sonnenbad nehmen. Gluecklicher Weise haben sie sich von den ca. 10 Menschen dort nicht stoeren lassen und haben dort mindestens 10 Minueten rumgehangen. Das war eine lustige Begegnung. Danach haben wir uns auf den Weg Richtung Sueden gemacht und an einem feldweg direkt an der Kueste die Nacht verbracht. An diesem Abend (vielleicht war es die kombination aus Sonne und Pinguinen) haben wir mehr als ein Bier getrunken und ich habe Hans dann sogar noch "Gitarre auf der Saucepan" vorgespielt waehrend ich den Deckel als Hut auf dem Kopf hatte. Es war ein lustiger Abend.
Am Freitag (26/10/07) sind wir ins Landesinnere gefahren. Wir haben noch eine Woche den Camper und haben eigentlich alles gesehen, was wir uns vorgenommen hatten. Nun koennen wir noch ein paar Circle fahren. Wir sind also den Highway 85 (Scenichighway) Richtung Mount Cook gefahren. Dieser Tag war wieder sonnig und was will man mehr als eine Reifenpanne auf einem schoenen Hochplateau in the middle of nowhere. Uns ist der rechte hintere Reifen geplatzt. Wir haben erstmal gecheckt, ob ich Handyempfang habe. Ja, wir koennen also den AA (=ADAC) anrufen. Wir haben es aber selbst versucht. Das erste Problem war, dass wir nicht an das Ersatzrad (fuer die Hinterachse) rankamen. Es war unter dem Auto. Nachdem wir die Rentalcompany angerufen haben war das erledigt. Das naechste Problem war es dann die Schrauben des defekten Rades zu loesen. Vier von fuenf hab ich geschafft, dann waren Schraubenschluessel zu kurz, meine Kraft zu gering oder meine Ideen ausgeschoepft. Kurz bevor wir den AA angerufen haben hat dann ein weisser Jeep angehalten. Darin sass dann eine huebsche Neuseelaenderin, die sogar einen Schraubenschluessel hatte. Mit beiden Schraubenschluesseln zusammen (der eine als Verlaengerung) war der Hebel dann lang genug und auch die letzte Schraube war geloest. In Neuseeland fahren die Engel keine gelben Autos, sondern weisse Jeeps. Wir sind dann in die naechste Stadt gefahren, um nach einem neuen spare tyre zu fragen (was sie nicht hatten) und um unsere Schrauben (fest genug) ueberpruefen zu lassen (war sogar kostenlos). Beim Tanken in der Stadt haben wir dann gemerkt, dass ich beim letzten Tanken vergass den Tankdeckel wieder aufzusetzen. Zum Glueck hatte der kleine Shop aber genau diesen Deckel. Glueck muss man haben ...
In der naechsten Stadt haben wir dann sogar ein neues Ersatzrad bekommen!
Wir sind dann mit unserem neuen Rad noch einmal 100km gefahren und haben dann an einem Rastplatz die stuermische (Wind) Nacht verbracht.
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Samstag, 20. Oktober 2007
Bericht Fiordland.

Heute ist Samstag, der 20.10.07. Ich sitze im Campervan, der Campervan ist auf einem Campingplatz und der Campingplatz ist in Te Anau, Te Anau ist in Fiordland, welches im Suedwesten der Suedinsel von Neuseeland ist.
Mein letzter Bericht ist nun ziemlich genau eine Woche her. Diese Woche haben wir im Fiordland, dem wohl schoensten Teil von Neuseeland verbracht.
Am Dienstag haben wir Fox Glacier Town verlassen und sind Richtung Queenstown gefahren. Die 400km waren uns aber zu viel fuer einen Tag und so haben wir 100km noerdlich von Queensland an einem See unseren Campervan abgestellt. Die Fahrt bis dorthin war sehr verregnet und wir sind eigentlich kaum stehen geblieben, obwohl die wassergefuellten Berge um uns herum einige Wasserfaelle direkt am Highway zu bieten hatten. Es war aber eine echt beeindruckende Fahrt!
Am Mittwoch morgen bin ich um halb sieben mal "auf Toilette" gegangen und dabei zufaellig meine Camera n der Jackentasche gehabt. Der See und die Berge darum im Sonnenschein, einfach geil. Ich war nur noch zu muede und als wir dann aufgestanden sind waren wieder ueberall Wolken :( Ins Queenstown haben wir erstmal eine Werkstatt gesucht, die uns unseren wackeligen Auspuff gesucht. Diese Werkstatt hat uns dann auch unser komisches "Oel mit Wellen" Symbol erklaeren koennen. Jetzt ist unser Camper wieder voll fit!
Danach haben wir uns einen Campingplatz in der Innenstadt der 8500 Einwohner (aber ueber 1 Mio. Besucher pro Jahr) Gemeinde gesucht und gefunden. Wir sind erstmal in die Stadt gelatscht, in den Starbucks und haben ne heisse Schokolade getrunken. Dort ist dann auch James (urspruenglich dritter Mitfahrer) hingekommen und wir haben was fuer den Dienstag abend ausgemacht. Nach der Schokolade sind wir weiter durch das kleine Oertchen, das mich doch sehr an Ischgl (Hotel ueberfuellter Skiort) erinnert hat, gelaufen, haben unsere e-Mails gecheckt. Danach gings die Facsilities eines Campingplatzes geniessen und danach sind wir in "das beruehmte Burgerrestaurant" von Queenstown (Name vergessen) gegangen und haben einen riesen Burger gegessen. Anschliessend sind wir in die Bar des Backpackers base einmarschiert und haben ein paar Cola getrunken und der Live-Band zugehoert. Spaeter ist dann auch noch James, seine "Freundin" und ca. 10 andere Backpacker gekommen. War ein lustiger anbend!
Am naechsten morgen (Donnerstag) war gutes Wetter angekuendigt und es war wirklich super! Kaum Wolken am Himmel und Sonnenschein satt. Queenstown liegt an einem See und ist umrandet von hohen Bergen, also geile Kulisse. Hans und ich sind also erst mal an den See gelaufen und danach mit der Seilbahn auf den Hausberg und haben die sagenhafte Aussicht einfach auf uns wirken lassen. Am nachmittag sind wir dann Richtung Sueden weiter gefahren, wir hatten naemlich am vormittag eine Bootstour auf einem der zwei bekanntesten Fiorde (Doubtful Sound) gebucht. Diese Tour ist relativ teuer (125Euro pro Person) aber bei schoenem Wetter soll es echt beeindruckend sein. Und die Wettervorsage versprach gutes Wetter. Wir haben also in einer kleinen Ort (Te Anau - wo wir jetzt wieder sind) unseren Camper abgestellt und mal wieder eine Nacht "schwarz" in nem Ort gepennt. Der Ort ist der Ausgangspunkt fuer alle drei Great Walks in Fiordland und hat daher ein grosses Informationscenter, das wir morgen zum ersten Mal zu den Oeffnungszeiten besuchen koennen.
Am Freitag morgen sind wir um 7:00 aufgestanden, um zu fruehstuecken und zur Ablegestelle des Bootes zu fahren. Unser Tripp war erst Mal eine Bootsfaht ueber einen See (45Min), dann eine Busfahrt (30Min) ueber einen Pass und dann drei Stunden Bootsfahrt auf dem Fiord. Der See war bereits echt schoen. Hohe Berge, mit dichtem Wald und Scnee auf den Gipfeln, direkt am See. Das Wetter war nicht so richtig gut, es war bewoelkt, aber die Wolken waren sehr hoch und man hat eigentlich alles gesehen, was man sehen wollte. Die Busfahrt war mehr als nur ein Shuttleservice, denn auch hier hat man eine Menge gesehen, vor allem Wasserfaelle und ab und den Fiord. Die Fiordfahrt war dann so schoen, wie ich sie mir vorgestellt hatte! Wir haben sogar Delphine (ca. 30) und Seals (kleine Colonie, ca. 25) gesehen. Aber das wahre Highlight waren natuerlich die vielen Wasserschluchten zwischen den steilen und hohen Bergen. Da es ein bisschen neblig war, hat das Ambiente voll gepasst. Auf dem Rueckweg haben wir nach der Busfahrt noch in einem Wasserkraft nutzenden Elektrizitaetswerk angehalten und dieses "besichtigt". Um 17:00 waren wir wieder am Campervan und haben das gute Wetter (ja am Campervan war es nochmal deutlich besser als in den Fiorden) genutzt, um ein Stueck den Scenichighway 94 Richtung Milford Sound (der andere bekannte Fiord) zu fahren. Ne halbe Stunde vor Sonnenuntergang haben wir an einem Parkplatz mit Marlboro-Werbung-Aussicht gehalten und dort den Abend (und die Nacht) verbracht. Die Aussicht war echt so geil. Wenn das Wetter doch nur immer so trocken und fast wolkenfrei sein koennte, dann waere das hier echt ein Paradies. Aber bei dem Regen, den wir heute (Freitag) dann wieder auf den restlichen 100km zu Milford Sound hatten, denkt man immer: "Damn, must be a beautiful spot, if the weather would be good." Wir sind heute also einfach zur Anlegestelle der Boote fuer Milford Sound gefahren, haben dort mittag gegessen, ein bisschen einem Kea (der einzige Bergpapagei der Welt) beim betteln zugeguckt und sind dann wieder zurueck gefahren. Jetzt haben wir mal wieder eine heisse Dusche genossen und waschen unsere Waesche.
Hans hat mir gerade gesagt, dass er ueberlegt, ob er nicht nach unserem Tripp erst Mal nach Australien fliegen soll. That weather doesn't mak you wanna stay in New Zealand for the next two months.


Ich ueberlege auch, was ich machen soll. Bisher habe ich diese Ueberlegungen:

1. Mache drei der Great Walks: Milford Track (Fiordland - Suedinsel), Abel Tasman (Strandwalk im Nordwesten der Suedinsel), Tongariro Nothern Circuit (Vulkanwalk - Nordinsel suedl. von Taupo). Jeder dieser Walks dauert ca. 4 Tage und da ich sowieso erstmal mindestens eine Woche in Chirstchurch bleibe und zwischen den Walks einige Busfahrten anstehen wuerden und Erholungen notwendig sind, waere damit die Zeit (bis ca. 5.12.07) gefuellt.
Vorteil: echt das absolute Naturerlebnis in dem Land mit der schoensten Natur, die ich bisher gesehen habe.
Nachteil: wenn das Wetter so aehnlich sein sollte wie die bisherigen 4 Wochen, dann regnet es so viel, dass diese Walks keine Freude sein werden!!!

2. Buche meinen Flug nach Thailand einfach um und fliege nicht erst am 9.12. sondern am 25.11.. Dann bin ich 4 Wochen in Thailand und hab nur noch 25 Tage in Neuseeland, die ich wie folgt fuellen koennte: eine Woche Christchurch, billiger Flug nach Auckland (schaetze 30 Euro), dann doch immerhin ein Walk: Tongariro Nothern Circuit (Vulkanwalk - Nordinsel suedl. von Taupo) oder einem Besuch der wohl verdammt schoenen Barrier Island vor Auckland.
Vorteil: ich waere 4 Wochen in Thailand, koennte also eine gute Woche in Bangkok verbringen, zwei Wochen auf den schoenen Inseln im Sueden rumchillen und sogar noch ne Tour in den Dschungel (norden von Thailand) machen. Ausserdem mache in Neuseeland nur Sachen die relativ Wetter sicher sind.
Nachteil: ich verpasse so zwei der wohl schoensten Walks der ganzen Welt.

3. Nach einer Woche in Christchurch auf einer Farm fuer Kost und Unterkunft arbeiten (4Std., pro Tag), das vielleicht fuer zwei Wochen machen und dann entweder frueher nach Thailand fliegen oder im norden von Neuseeland etwas Sonne tanken.
Vorteil: lerne vielleicht mal das "wahre Leben der neuseelaender" kennen.
Nachteil: stelle ich mir als die langweiligste Moeglichkeit vor.

Es ist nicht so, dass Neuseeland nicht schoen ist. Im Gegenteil!
Ich werde nur am 1.11. eigentlich alles gesehen haben und muss mich dann entscheiden, ob ich ohne Camper die (grosse) Gefahr von schlechtem Wetter auf mich nehmen will, oder noch mal ein drittes Land kennenlernen will.
Morgen werde ich mir erstmal das Rugbyfinale (8:00 am) anschauen und dann mir eine Menge Infos ueber den Milford Track, die Wetteraussichten fuer Mitte November und alle noetigen voraussetzungen fuer die Great Walks holen. Vielleicht weiss ich dann eher was ich machen will.

Aber ueber hilfreiche (oder sinnlose) Ratschlaege eurerseits bin ich natuerlich sehr dankbar!
Montag, 15. Oktober 2007
Dies ist mein Bericht fuer die erste Woche auf der Suedinsel.
Wir haben am Montag, den 8.10.07 um 13:00 die Faehre von Wellington nach Picton genommen. Das Wetter war schlecht. Es regnete und war verdammt bewoelkt. Die Fahre braucht 3 Stunden und die letzte Stunde ist echt schoen, weil die Faehre durch Wasserstrassen (also Berge auf beiden Seiten - also wie ein Fluss, oder Fiord) faehrt. Wir hatten grosses Glueck, dass das Wetter in dieser Pasage nicht so diesig war...
In Picton angekommen sind wir gleich mal 2 Stunden Richtung Westen gefahren. Die Nacht haben wir in Nelson auf einem Parkplatz verbracht. Am Dienstag morgen sind wir dann Richtong Nord-Westen gefahren. Am nord-westlichen Ende der Suedinsel ist ein sehr bekannter NP (Abel Tasman), wo man einen tollen Walk an karibischen blauen Straenden machen kann und dabei sogar Seals (Robben) sehen kann. Wir wollten diesen Walk am Mittwoch morgen machen. Am Dienstag sind wir etwas weiter die Bucht heraufgefahren und haben die schoene Aussicht genossen.
Am Mittwoch morgen hat es dermassen geschuettet, dass wir sicher waren, dass wir den Walk nicht machen wollen. Nachdem wir den Wetterbericht fuer Donnerstag im Radio gehoert hatten, haben wir beschlossen, nicht auf besseres Wetter zu warten (es wuerde zu lange dauern). Wir sind also Richtung Sueden gefahren. Wir wollen naemlich die Suedinsel gegen den Uhrzeigersinn erkunden, sozusagen von 12:00 bis 3:00. Unser naechster Stopp war 'Nelson Lake NP' dort haben wir direkt am See gecampt. Es war zwar auch hier schlechtes Wetter aber der Wald um den See aber vor allem der See und die Berge dahinter haben ein perfektes Schlechtwetterbild abgegeben.
Am Donnerstag sind wir dann an die Westcoast gefahren. Mittag haben wir in Westport gehabt, der Weg dorthin war wunderschoen durch viele Valleys und sogar die Sonne hat geschienen. Das Wetter kann natuerlich nicht den ganzen Tag gut sein, daher sind wir den nachmittag im Regen nach Greymouth gefahren. Dort haben wir einfach gechillt, Lebensmittel eingekauft und einen Kakoa getrunken.
Danach, also am Freitag, sind wir zum Franz Joseph Glacier gefahren. Das Wetter war natuerlich schlecht. Wir sind erstmal zum Glacierface gefahren, als es dann angefangen hat staerker zu regnen. Wir haben dann einfach uns einen Heliflug ueber den Gletscher im 'Kino' angesehen. Davor habe ich die Bilder von Suedinsel Nr.1 hochgeladen. Nach dem 20min Heliflight haben wir uns ein Campsite gesucht. In diesem Campsite haben wir James (unseren 3. Travelmate im Camper) wiedergetroffen (zufaellig). War echt cool, wir haben viel gequatscht, aber erstmal sind Hans und ich in den Hotpool gegangen (fuer 2,5h) dort haben wir uns mit einem Aussie und zwei Daeninnen unteralten.
Am Samstag sind Hans und ich dann nochmal zum Gletscher gefahren, weil dass Wetter nun deutlich besser war. Diesmal sind wir nicht 3km vor dem Gletscher umgedreht sondern sind bis ca. 30m an den Gletscher rangegangen und haben dort lunch gehabt. Anschliessend sind wir an eine Lagune (ja die Gletsch sind nur 20km vom Meer entfernt) gefahren, weil wir dort Kajak fahren wollten. Aber das Wetter wurde wieder schlechter also haben wir einfach fuer 3h im Campervan gechillt. Anschliessend sind wir wieder in unser Campsite in Franz Joseph Glacier Town gefahren und haben Bier im Hotpool getrunken. Es ist echt geil im Pool zu sitzen wenn es regnet (ach ja der Pool ist natuerlich unter freiem Himmel). Danach haben wir die Bar abgecheckt.
Am Samstag sind wir dann schweren Herzen vom Campsite (mit dem geliebtem Hotpool) weggefahren. Ganze 23km, zum naechsten Gletscher. Fox Glacier. Wir haben erstmal das Informationscentrum aufgesucht. Ich habe eine Tagestour fuer den Foxglacier (am Montag, also heute) gebucht (65Euro). Danach sind wir etwas Richtung Sea gefahren, dort ist ein See, der bei blauen Himmel, sagenhafte Reflexionen hat. Man kann Mt Cook und Mt Tasman (zwei 3000m Mountain) im Lake und in echt sehen. Natuerlich war es zu bewoelkt, aber trotzdem war der See echt die kurze Fahrt wert. Anschliessend sind wir wieder ans Meer gefahren, wollten einen 3h (return) Walk machen, der uns zu einer Robbenkolonie gefuehrt haette. Wir wollten das tun, weil es innerhalb von 30 Minuten total aufgerissen hatte (zumindest ueber der Kueste, ueber den Bergen waren immernoch dicke Wolken). Allerdings hat es genauso schnell wieder zugezogen und sah stark nach Regen aus, also sind wir nach ner halben Stunde (noch weit weg von den Robben) wieder umgedreht.
Wir haben dann erstmal im Campervan gechillt. Das Wetter wurde wieder besser und die letzte halbe Stunde vor Sonnenuntergang ist dann ein WUNDER passiert. Die Wolken vor den Bergen haben es geschafft ueber die Berge zu rutschen und so hatten wir einen wunderschoenen Ausblick, den wir bis zum letzten Licht ausgekostet haben. Danach gabs Abendessen und dann wurde geschlafen, ich muste ja fuer heute fit sein.
Heute (Sonntag, 15.10.07) bin ich um 7:30 aufgestanden, um zu fruestuecken und dann in die Stadt fahren. Ich musste um 9:20 im Office sein. Die Tagestour habe ich ohne Hans gemacht, er war schon mal auf einem Gletscher und das Wetter war heute wieder regnerisch. Ich war einer von 18, die diese Tour machen wollte. Wir wurden mit allem ausgestattet, d.h. Wanderschuhe aus Leder, Wollsocken, Regenjacke und Regenhose, Wollhandschuhe, Muetze und sogar Tagesrucksaecke. Ich hab alles genommen, denn so sind meine eigenen Sachen weiterhin schoen trocken ;)
Wir haben im 10:30 das Office verlassen und sind mit einem kleinen Bus zum Parkplatz gefahren. Dort haben wir uns in zwei Gruppen aufgeteilt. So waren wir nur 9 Leute plus Guide. Wir sind erstmal zum Face des Gletschers gelaufen und wir haben ein paar Streams ueberqueren muessen, eigentlich sollte ich durchqueren sagen, weil ich mit meinem halben Schienbein im eiskalten Wasser war. Aber das beeindruckende war, dass meine Fuesse zwar nass wurden aber den ganzen Tag nicht kalt wurden und dass obwohl ich 3,5h auf dem Eis war. Bevor wir auf dem Gletscher laufen konnten mussten wir erstmal einen langen Weg neben dem Gletscher hoch klettern (mehr als 500 Stufen). Am Gletscherrand haben wir dann unsere 'Spikes' unter den Wanderschuhe befestigt und sind schoen einer nach dem anderen in diese andere Welt eingedrungen. Es war nicht alles blaues Eis, was vermutlich auch an der starken Bewoelkung gelegen haben kann, aber es war echt cool. Wir haben Lunch auf dem Eis gehabt und viele Infos ueber den Gletscher erfahren (Auszug: Fox Gletscher (auch Franz Joseph Gletscher) wachsen!, sie bewegen sich 1m pro Tag nach vorne, sie sind 250m ueber dem Meerespiegel, Mt Cook ist nur 25km vom Ocean entfernt, Das Eis am Gletscherface ist vor NUR 60 Jahre als Schnee unterhalb des Mt Cook gefallen). Wir sind also 3h dort herum gelaufen, immer dort wo der Guide uns erlaubt hat hinzugehen, oder wir sind ihm einfach gefolgt. Es war teilweise so diesig, dass man kaum das Ende des Gletschers (Tal) gesehen hat, es war staendig so bewoelkt, dass man nie die Bergspitzen gesehen hat. Kurz bevor wir wieder vom Gletscher herunter sind haben wir noch ein paar Rockfalls an der einen Hangseite gesehen. Sie waren nicht unglaublich gross, aber immerhin hat es sogar am Ende einen Baum mitgerissen. Der Guide (Chris) hat gesagt, dass selbst er die letzten Wochen nicht so einen Rutsch gesehen hatte. Fuer uns war das voelig ungefahrlich, wir waren ueber 100m entfernt und zwischen uns war erst ein 20m tiefen Graben und dann der halbe Gletscher. Um 17:00 waren wir wieder am Office. In Zwischenzeit hab ich geduscht und meine Socken und Hose zum Trocknen aufgehaengt (nass von Fluss), alles andere ist trocken geblieben.
Heute Nacht bleiben wir auf einem Campsite (mit Power), d.h. wir koennen den grossen Heater benutzen. Es ist aber nicht so kalt, ich hab auch draussen (um 19:00) nur ein T-Shirt (plus Hose und Schuhe) an. Morgen fahren wir Richtung Queenstown, was wir uebermorgen (Mi) erreichen sollten, danach werden wir in die Fiordlandschaften fahren.
Vielen Dank fuer alle die mir Sonne geschickt haben, ich bin mir sicher, dass ich sonst gestern niemals solch einen tollen Sonnenuntergang gehabt haette.

PS: Ich kann aber immernoch verdammt viel mehr Sonne gebrauchen.
PPS: Heute ist der HW zu Milford Sound (Highlight der Fiordlandschaft) gesperrt "due to snowfall. But that should be gone in a week" (that's what the guide said)